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 | Unser Neuzugang |
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Neuling von der Insel Thassos
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2.August, ich stöberte mal wieder im Thassos Forum und kam auf die Weseite des Tierschutzvereins FOS auf Thassos. Dieser Verein wurde von drei Engländerinnen gegründet. Unter den Notfällen befanden sich 8 Neugeborene Kätzchen, die von einem Jungen im Meer gefunden wurden. Sie wurden einfach in einer Plastiktüte "entsorgt". Manus Hundedame Vodka kümmert sich, wie so oft um den Nachwuchs. Da Ilka sowieso eine weitere Katze haben wollte, setzte ich mich mit Manu vom FOS in Verbindung und fragte nach. Manu bot uns ein rotes Kätzchen an, dem es nicht so gut ging, es wurde in Astris in einer Mülltonne gefunden.
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3. August, dem kleinen gehts nicht so gut, er hat Durchfall und Gleichgewichtsstörungen, schreibt uns Manu.
10. August, dem Kätzchen gehts besser. Manu hat einen Flugpaten gefunden und fragt, ob wir am 14. August um 2.00 Uhr Nachts in Köln am Flughafen sein können. Ich sage zu und nehme mir für den 15/16. August Urlaub.
12. August, Manu schreibt, das das Kätzchen reisebereit sei. Es hat wohl etwas Gewicht verloren. Es wurde vom Tierarzt auf Thassos bereits geimpft, entwurmt und gechipt. Nadine fängt die erste Namensdiskussion an, wir freuen uns alle sehr auf den kleinen. Manu teilt mir den Namen des Flugpaten, sowie die Handynummer mit.
13.August, es entsteht etwas Chaos, der 14. August ist ja bereits morgen, das hieße, das heute nacht um 2 Uhr das Kätzchen eintrifft. Wir sind von Montag nacht ausgegangen... Was nun? Bei Germanwings nachgesehen und den Flugplan studiert. Mist, es gibt heute einen Flug, und morgen auch noch mal, also Manu angerufen. Das Kätzchen kommt definitiv erst in der Nacht von Montag auf Dienstag, also am 15. August um 2.00 Uhr morgens. Viel Aufregung um nix.
15.August, es ist 2.00 Uhr morgens und auf dem Kölner Flughafen nehme ich ein kleines rotes Katzenbaby in Empfang,wir werden es Potos nennen. Der Rückweg von Köln war schrecklich, der kleine Kater wollte aus dem Transportkorb raus, was natürlich nicht ging. Zuhause angekommen befreiten wir den kleinen Potos erstmal und gaben Ihm Futter, welches er auch gierig fraß. Danach war Stundenlanges Kuscheln angesagt, der kleine sucht die menschliche Nähe, sowas hab ich noch nie erlebt. Leider dann das erste Problem, wir zeigten Ihm das Katzenklo, welches mit Klumpstreu gefüllt war und Potos fing sofort an das Zeugs zu fressen. Das geht natürlich nicht und wir haben Ihm ein Provisorium eingerichtet. Um 9 Uhr bin ich dann mit Ihm zum Tierarzt gefahren, ich wollte mich erkundigen welches Futter im Moment am besten wäre. Der Tierarzt stellte dann die Unterernährung fest (er begründete damit auch das Verhalten im Katzenklo) und empfahl neben Nassfutter auch Katzenmilch. Der kleine ist im Moment nur Fell und Knochen, aber das wird schon. Unsere beiden anderen haben Ihm fauchenderweise auch schon gesagt wer Herr im Hause ist, aber bei Luna hat Potos fürchterlich zurückgeknurrt. Ich kümmere mich im natürlich jetzt noch etwas mehr um Ötzen, der alte Herr ist nämlich ein Protestpinkler und der Neuzugang ist für Ihn natürlich ein Demonstrationsgrund. Wir alle haben uns schon in den kleinen verliebt, besonders Nadine ist von Ihm angetan, immer wenn sie ihn streichelt fängt er laut an zu schnurren. Bewundernswert auch Ilka das sie sich diesen Stress noch antut, 2 Kinder, 3 Katzen, 2 Kaninchen, ein Aquarium und natürlich mich noch dazu. Klasse, der kleine sucht und findet schon das Katzenklo und macht auch hinein, wir sind voll stolz, er scheint schon Stubenrein zu sein. Etwas Sorgen macht uns sein Durchfall, das wird aber wohl am Futterwechsel liegen. Er frißt ausgiebig, putzt sich und schnurrt wenn er gestreichelt wird.
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16.August, eine weitere Nacht in der es für mich nicht viel Schlaf gab, geht zuende, ich hab mit Potos auf der Couch geschlafen. Nachdem er stündlich sein Essen forderte und auch das Klo besuchte, bin ich dann doch irgendwann eingeschlafen. Als ich plötzlich aufwachte, war Potos weg. Ich sprang auf und in der Küche kam er mir schon freudestrahlend entgegen, als wolle er sagen, sieh mal ich kann alles auch alleine. Er fängt an (unter beobachtung von Ötzen) tolpatschig seine Gegend zu erkunden, er scheint doch fitter zu sein, als wir dachten.
17.August, heute war er zum ersten mal für ein paar Stunden ohne seine Dosies, ich hatte keinen Urlaub mehr, Ilka mußte arbeiten und die Kids in die Schule. Ilka war allerdings schon gegen 10.30 wieder zuhause, so das er nur knapp 3,5 Stunden alleine war. Ihm gehts trotzdem gut :-) und was noch schöner ist, der Durchfall scheint zu Ende zu sein. Trotzdem werden wir morgen noch einmal den Tierarzt aufsuchen, sein Bauch ist etwas dick und überhaupt soll er nochmal nachsehen. Er wird auch nicht mehr Potos heissen, seine Ähnlichkeit mit einem Gremlin ist so groß, auf Wunsch der Kinder wird er Gizmo heissen. Die ersten Annäherungsversuche von Luna waren auch schon zu beobachten, heute morgen lag sie, mit Respektsabstand, neben Gizmo auf der Couch und es schien ihn nicht weiter zu stören. Ötzen allerdings will weiterhin nichts von Ihm wissen, aber das ist bei Ihm ja normal und macht mir weiter keine Sorgen. Sehr gefreut haben wir uns über den Gästebucheintrag der Flugpaten, leider ging das am Flughafen alles sehr schnell (verständlicherweise). Ich werd den Paten aber noch eine nette Mail schreiben. Es muß schon sehr stressig sein auf der Rückreise vom Urlaub zusätzlich zu seinem Gepäck noch einen Transportkorb mit kleinem Inhalt, der dann auch noch während der Fahrt auf den Arm möchte, mitzuschleppen (man bedenke das es von Thassos nach Thessaloniki Airport ca. 220 km Taxi/Autofahrt sind) . Auch das nennt man Tierliebe, herzlichen Dank noch einmal dafür, auch im Namen von Ilka und den Kindern.
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18. August, Ilka war mit ihm wieder beim Tierarzt, leider hat er Katzenstreu im Bauch, er wurde geröngt. Im Moment ist das noch kein Problem, aber wir müssen ab jetzt höllisch aufpassen. Er selbst bekommt jetzt Streu für Kaninchen in sein Klo, die beiden anderen Klos werden für Ihn jetzt abgesperrt. Sein Durchfall ist völlig verschwunden und der kleine Kater frißt wie ein Scheunendrescher. Wenn er an seinem Napf gefressen hat, geht er zusätzlich noch an die anderen beiden Näpfe und frißt da weiter. Im Moment macht er seinen Rundgang nach dem man die Uhr stellen könnte: Schlafen auf der Couch (ich schätze mal er pennt ca. 22 Stunden am Tag), von der Couch runterhüpfen zum Klo, dort erst pieseln, verscharren, dann das große Geschäft, verscharren, ab in die Küche, an seinem Napf genüßlich fressen, an den nächsten Napf, weiterfressen, zurück an die Couch, tapsig hochklettern, abwarten das jemand zum schmusen kommt und dann weiterpennen. Einfach nur drollig. Der Tierarzt hat sonst nichts festgestellt, er scheint auch keine Probleme mit den Augen zu haben.
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Gizmo klettert
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20. August, Gizmo mußte vor einer Stunde eingeschläfert werden.
Seit Freitag stimmte etwas nicht mit Ihm, er wirkte orientierungslos. Wenn er zu seinem Klo wollte fand er das nur über Umwege. Am Samstag dachten wir dann, das er blind wäre, er lief gegen alles was im Weg stand. Der "Tierarzt" der Ihn am Freitag noch "untersuchte" hatte aber nichts festgestellt. Ansonsten war er schmusig wie immer, er lag halt auf seiner Couch und schlief und schnurrte vor sich hin.
Sonntag morgen um kurz nach sieben schaute ich nach ihm, streichelte Ihn und es deutete nichts darauf hin, das etwas nicht stimmte, wie immer fing er laut an zu schnurren. Eine halbe Stunde später ging ich wieder ins Wohnzimmer und bemerkte das in der Ecke breiiger Kot lag, ich ging zur Couch und dort wälzte er sich dann vor Schmerzen in seinem Kot. Er schrie auch, er hatte vorher nie einen Ton von sich gegeben. Ich rief sofort bei einer Tierklinik in Altenessen an und wir fuhren mit Ihm dorthin. Er lag in einem Handtuch gewickelt und schrie ab und zu. Die Tierärztin dort riet sofort Ihn einschläfern zu lassen, er muß sich wohl gequält haben.
Wir hatten den kleinen ja nur 5 Tage, aber die Gefühle die wir im moment haben sind nicht zu beschreiben, wir sind unendlich traurig und vermissen den kleinen Kerl, der so lieb und anhänglich war. Ich habe eine unendlich Wut auf den Tierarzt der Ihn in den fünf Tagen zweimal "untersucht" hat. Teilweise hatten wir den Eindruck das er uns als übervorsichtige Spinner darstellt. Er meinte immer das der kleine zwei oder drei Wochen braucht um wieder auf dem Damm zu sein, wir haben Ihm da vertraut. Ilka ist im moment garnicht zu trösten, auch mir gehts einfach nur schlecht. Noch nicht mal die Tatsache das er sich nicht mehr quälen muß, kann uns trösten. Hoffentlich gehts im jetzt im Katzenhimmel besser als in seinem kurzen Leben. Ich mache mir grade Vorwürfe ob es nicht zu schnell war mit dem Einschläfern, aber so wie er da lag ......
Ilka ist einfach nicht zu trösten, sie leidet wirklich. Um sich ein wenig abzulenken, besucht sie die unter uns wohnende Nachbarin, die selbst zwei Katzen hat. Irgendwann kam sie dann wieder hoch und wir reinigten die Wohnung weiter. Eine Stunde später klopft es an unserer Wohnungstür, unsere Nachbarin steht in der Türe, auf dem Arm ein Handtuch mit einem Kätzchen...
Ich bin dann Abends noch zum Eishockey gefahren um mich etwas abzulenken, bin aber nach einem Drittel wieder nach Hause gefahren, ich war einfach zu niedergeschlagen um Spaß am Eishockeyspiel zu haben.
Dieses Bild wie der kleine da lag und schrie werd ich in meinem leben nicht vergessen, das treibt mir auch jetzt noch immer wieder die Tränen in die Augen. Wir werden von den vielen Bildern die wir von ihm gemacht haben eines als Bild ausdrucken, das wird in unserer Wohnung einen Ehrenplatz bekommen.
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